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Zitat:Original von JR
Und eine spitze Nase haben beide - die sogenannten SharpNoseBrothers.
Gruß
JR
Schon wieder reitest Du auf fremdem Lande, komm Du mir bloss aufs Schlachtfeld.
Gruss
amadeo
Mit einem Geist in engen Schranken werde ich mich niemals zanken.
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Tja Männer,
also erstmal vielen Dank für Eure Tipps und Erfahrungen. Um die Sache zu präzisieren - auch ich wäre eigentlich scharf (gewesen) auf ein möglichst originales Auto ohne viel Umbauschnickschnack. Ich bin der Meinung, wenn es eine Möglichkeit gibt ein 69er (oder 70er) SB oder BB Schalter Cabrio für einen anständigen Preis zu bekommen, dann in den USA (auch mit EUSt und Zoll). Das Auto braucht sicher keinen Zustand 1 und muss sich wohl auch mal durch den Regen kämpfen. Ich bin aber der Meinung, wenn es schon nicht restauriert wird, dann sollte die Substanz schon noch ein paar Jährchen überdauern und sich so im Gesamtzustand 2 bewegt. Das immer mal was an so einem Auto ist, ist klar.
Viele Eure Beiträge handeln aber auch davon, dass die USA Vetten zwar oft als restauriert und in gutem Zustand angepriesen werden, aber die Freunde links des Atlantik von Restauration/gutem Zustand oft etwas anderes verstehen als wir hier. Es gilt also die Spreu vom Weizen zu trennen. Auch das ist als Laie eben schwierig bis unmöglich. Wie geht man nun also an ein solches Thema ran? Spricht man mit "Profis" die alle Nase lang in die USA reisen und auf die Suche nach guten Vetten sind? Sucht man selbst, schnappt sich jemanden der sich auskennt (und bereit ist mit rüber zu fliegen).
Die Sache will also wohl vorbereitet sein, denn es scheint mir als stehe ich am Scheideweg zwischen Männer und Schwuchtelmotor ;-) - wobei ich doch ziemlich ergebnissoffen bin
Grüße
Herschl
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Salu Herschl
Ich gebe auch noch meinen Senf dazu: Ich habe in USA, in Deutschland und in der Schweiz nach einem Chrome Bumper Convertible gesucht und dabei natürlich auch die Preise und den Zustand verglichen. Meiner Ansicht nach (subjektiv! Das beurteilt nicht jeder gleich) ist es im Frühling 2011 anders als z.B. noch Anfang 2009.
Deutschland: Für ein BB Wagen zwischen 30'000 und 40'000€uro in vernünftigem Zustand. Nachteil: Es gibt keine grosse Auswahl. Auch gute Small Blocks findet man nicht an jeder Ecke. Wenn es ein SB Coupe sein darf, dann sieht's schon etwas besser aus und ist vermutlich auch schon um die 20'000 zu haben.
USA: Hier sind die Preise für Chrome Bumper C3 in den letzten 2 Jahren in den Keller gerauscht. Insbesondee BBs haben gelitten. 2008, 2009 waren BB Ausführungen durch's Band 20'000 Dollar teurer als SBs bei den 68er und 69er Jahrgängen und unter 50'000 Dollar fast nicht zu kriegen. Und heute? Es gibt Angebote unter 30'000 Dollar die sogar vernünftig aussehen. Jetzt kommt das grosse ABER: Kaufen in den USA ist nur dann eine valable Option wenn:
- Du selbst vor Ort sein kannst um den Zustand zu überprüfen. Falls du dich bei Corvettes nicht so gut auskennst, dann auch nur mit unabhängigem Profi.
- Du brauchst Zeit. Ich bin tagelang bei mehreren Reisen in USA rumgerödelt um mir Fahrzeuge anzusehen. Ich hatte das Glück, dass ich es meistens mit Geschäftsreisen verbinden konnte. Trotzdem, die meisten Trips waren Entäuschungen.
- Der Vorteil in USA ist, es gibt eine Riesenauswahl. Der Nachteil: Eine steht in Seattle, die andere in Chicago und die dritte in Miami usw. Wenn dir das zu mühsam ist, dann musst du zu einem Händler wie z.B. Corvette Mike oder buyavette.net. Dann zahlst du aber fast so viel wie hier in Europa. Dafür haben die 20-30 Fahrzeuge der begehrten Jahrgänge dort stehen.
- Es gibt sehr sehr schöne Fahrzeuge in USA und der Zustand ist häufig sehr gut. Aber leider nicht immer. Ausserdem ist die Tendenz halt da, bei Ausländern eher mal zu versuchen Dinge zu beschönigen.
- Versteckte Kosten: Transport ist ja noch halbwegs kalkulierbar. Schwierig wird's schon bei Zoll und MWST. Dann noch das Risiko beim Transport: Es gibt sehr unschöne Geschichten über Transportschäden, Diebstähle und Beschädigungen. Das kann man umgehen, wenn man mit einem seriösen Transportspezialisten arbeitet (gibt's hier im Forum). Aber das kostet auch wieder Geld...
Die Kurzfassung: Ich würde an deiner Stelle nur in USA suchen, wenn du dich in den obigen Aspekten sicher fühlst. Dann kannst du (vielleicht!) Geld sparen und hast eine bessere Chance, genau dein Traumauto zu finden. Falls dich das eher abschreckt, such in Deutschland und lass dir von den Leuten hier im Forum helfen.
Grüsse, Martin