also, meine C5 erreicht immer mindestens 90°C Öltemperatur, es dauert nur je nach Aussentemperatur unterschiedlich lang. Bei Landstraßentempo sind es im Mittel ca. 95 - 100°C, bei zügiger bis flotter und teilweise sehr schneller Fahrt auf der Autobahn im Mittel ca. 100 - 125°C.
Alle meine neuen Fahrzeuge habe ich bislang immer schonend und möglichst an einem Stück eingefahren bzw. die ersten 1000 Km vollgemacht, Einfahren braucht ja mehrere 1000 Kilometer. Ständig wechselnde Drehzahlen, viele sanfte Lastwechsel, viel Schiebebetrieb, keine volle Drosselklappenöffnung usw. Das sanft hügelige Weserbergland z.B. ist sehr gut geeignet für Einfahr-Aktionen.
Ob das nun wirklich Sinn macht weiß ich nicht, aber ich habe immer ein schönes Gefühl, die Technik "gut behandelt" zu haben, denn meistens fahre ich meine Fahrzeuge eh nicht so lange, als dass ich später irgendwelchen Nutzen aus der Pflege am Anfang des Fahrzeuglebens ziehen könnte.
Zitat: Wahrscheinlich ist es Zeit, Abstand von dieser "Angewohnheit" zu nehemen.
Blake
Im Prinzip kannst Du, vor allem in der wärmeren Jahreszeit, bereits kurz nachdem das Wasser seine Betriebstemparatur erreicht hat, mit gutem Gewissen Gas geben. Das Oel hat dann seine 60-70 Grad.
Vor allem die 0-er, 5-er oder 10er Oele sind dann schon derartig dünnflüssig, dass sie überall im Motor zu genüge hinkommen.
Auch dehnen sich Teile wie Kolben und Zylinderblöcke nicht mehr dermassen aus, wie es noch bei ganz alten Motoren der Fall ist.
Und wenn das Oel auf seine 80-90 Grad kommt, kannst Du es richtig krachen lassen.
Nun ja, das ist relativ.
Mein Wasser ist nach ca. 7 Minuten auf 180 Grad Fahrenheit.
Das Öl aber erst nach ca. 30 Kilometern auf Betriebstemperatur (210 Grad F.)
Wenn das Wasser schon warm ist, zeigt mein Öltemperaturmesser noch gar nichts an.
Grüße von einem Warmfahrer... Ist so was wie Fuß Föner...
Ich beziehe mich im Artikel ausschliesslich auf die neue Motorengeneration.
Auch ich habe nebeinbei einen, sogar luftgekühlten, 8 Zylinder Oldtimer. Den fahre ich viel länger warm.
Da geht es auch um einiges länger bis das Oel auf richtig flüssige und belastbare Temperaturen kommt. Erst recht, wenn es sich um ein HD-40 Einbereichsöl handelt.
Zitat:Ich habe einen neuen Motor (Generation 1999).
Eben und darum kann man nach erreichen der Wassertemparatur anfangen Gas zu geben.
Jetzt müssen wir uns nur noch darüber einige werden, was unter dem Begriff "Gas geben" zu verstehen ist.
Nicht jeder versteht darunter das Gleiche.
Sam
PS: Du hast es erraten, welchen Oldtimer ich habe.
Na ja, soll ja nicht in einen Schlagabtausch ausarten. Unter Gas geben versteh ich "pedal to the metal".
Wie auch immer, jeder so wie er mag.
Warmfahren tue ich übrigens immer mit wechselnden Drehzahlen, wobei es nach 2 Kilometern durchaus 2 Drittel der Nenndrehzahl sein dürfen.
Was denn für'n Tatra? Split Window (410? 630?) oder bereits die eckige Variante? Gab es auch als Prototyp mit Hubschraubermotor
Frank
Ich bin auch nicht an einem Schlagaustausch interessiert.
Auch ich verstehe unter "Gas geben" kein Rendez-vous mit dem Drehzahlbegrenzer.
Vielmehr, dass man sich auch trauen darf, den Motor über 2000 U/min zu drehen.
Aehnlich wie Du mache ich es auch. Wechselnde Drehzahlen und richtig Vollgas erst wenn alle Voraussetzungen dafür stimmen.
Sam
PS. Ich habe einen originalen 603-1 Baujahr 1960. Er ist seit 39 Jahren in Familienbesitz.
Tatra hatte Prototypen für die verschiedensten Bereiche gemacht wie Schneefahrzeuge, Lokomotiven, Stromerzeuger usw. Sie waren zu ihrer Zeit ziemlich innovativ.